Fissurenversiegelungen
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Für junge Zähne
In den ersten ca. 2 Jahren nach Erscheinen der Zähne in der Mundhöhle (dem Zahndurchbruch) sind Zähne besonders kariesanfällig, insbesondere auf der Kaufläche. Nach dieser Zeit ist der Schmelz in der Mundhöhle nachgereift und weniger kariesanfällig.
Auf der Kaufläche gibt es Riefen, sogenannte Fissuren, in den sich Bakterien und Essensreste sammeln und Karies auslösen können. Diese Fissuren lassen sich vorbeugend mit Kunststoff zukleben. Dafür wird nicht gebohrt, sondern die Oberfläche nur mit Säure kurz angeraut, danach kräftig gespült und getrocknet, damit der Kunststoff besser klebt.
Die Fissurenform ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Weite Fissuren sind weniger karisanfällig als enge.
Entscheidend bleibt auch hier die Ernährung. Es sollten nicht mehr als 1-2 Zuckerimpulse zwischen den Hauptmahlzeiten sein. Wenn häufiger, was heute leider häufig der Fall ist, sind Fissurenversiegelungen sinnvoll. Wenn allerdings weitaus häufiger pro Tag Zuckerhaltiges konsumiert wird, mögen die Kauflächen durch Versiegelungen geschützt sein, aber die Zähne bekommen dann an anderen Stellen Löcher, meist zwischen den Zähnen, also zum Nachbarzahn davor oder dahinter.
Fissurenversiegelungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse für die ersten (Zahn 6) und zweiten Molaren (Zahn 7) bezahlt. Für Privatpatienten gibt es diese Einschränkungen nicht, aber es ist nur selten sinnvoll, andere Zähne zu versiegeln. Es kann aber im Einzelfall sinnvoll sein. Der Kassenpatient müßte weitere Versiegelungen dann privat bezahlen (ca. 25 €, 3/2026).
