Kimi Code: günstig, aber mit Grenzen

Ich diskutiere gerade mit Kollegen auf dentalen Mailinglisten zahnärztliche Makrofotografie und habe dabei meine Seite zum Thema überarbeitet: Klinische Fotos mit dem Smartphone.

Mitten beim Erstellen der Seite bin ich von Claude Code auf Kimi Code (k-2.5) gewechselt – kein Problem, weil ich Kimi auf die Memory-Dateien der anderen KI hingewiesen habe. Kimi scheint deutlich billiger zu sein als Claude Code (lt. Gemini Faktor 5–40). Mit Wise.com bekomme ich außerdem einen besseren Dollar/Euro-Kurs, als wenn ich direkt bei Kimi mit Euro zahle: platform.kimi.ai

Die Installation unter Linux Mint Cinnamon war eine Zeile:

curl -L code.kimi.com/install.sh | bash

Ich habe keinen Monatsplan gewählt, sondern zahle die verbrauchten Token – wie schon bei Claude Code.

Erster Test: Code-Review

Beim Wechsel habe ich Kimi den bisherigen Webseitencode von Claude Code überprüfen lassen. Er hat keine Fehler gefunden – bis auf ein falsches Datumsformat auf den ersten 20 Webseiten (die Claude Code danach richtig gemacht hatte). Kimi hat das dann für alle Seiten korrigiert.

Dann kam die Grenze

Bei einer komplexeren Umstellung der verlinkten Seite hat Kimi sich verhaspelt. Ich musste mit Strg+C abbrechen – und danach hatte er die Seite nicht mehr im Griff.

Claude Code musste das wieder geradebiegen und hat dabei auch noch einen gravierenden inhaltlichen Fehler ausgebügelt: eine falsche Formelanwendung, weil außerhalb des Anwendungsbereichs einer Formelvereinfachung gerechnet worden war.

Fazit

Kimi Code lohnt sich für einfachere Aufgaben und ist deutlich günstiger. Bei komplexen, längeren Umstrukturierungen kommt er aber an seine Grenzen – und das Abbrechen mit Strg+C scheint den Kontext zu beschädigen. Claude Code bleibt für solche Fälle heute die zuverlässigere Wahl.